Studium der Chiropraktik

Short Cut

- Studium an der Universität Zürich

- Viele Bereiche analog Medizinstudium

- Fokus auf Bewegungsapparat

- Studiendauer 6 Jahre

- Eigene Praxis führen nach Weiterbildung von 2-3 Jahren

Der Beruf des Chiropraktors bringt Selbstständigkeit, Anerkennung und Verantwortung. An der medizinischen Fakultät der Universität Zürich stehen zwanzig Plätze zur Verfügung. Bis Mitte Februar 2016 müssen sich zukünftige Studentinnen und Studenten der Chiropraktik  für das Studium angemeldet haben.

Anforderungen
Der Beruf des Chiropraktors verlangt nach intellektuellen und manuellen Fähigkeiten. Selbstständigkeit und -kontrolle, Organisationssinn, Geduld, Mitgefühl und der Willen, andern zu helfen, sind wichtige Voraussetzungen für Studium und Beruf.

Die Tätigkeit des Chiropraktors ruht auf den vier Säulen Diagnose, Behandlung, Beratung und Betreuung: Seine Aufgaben sind die Diagnose und die Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates, besonders der Wirbelsäule, und von davon ausgehenden Störungen.  In den letzten Jahren hat die Chiropraktik einen grossen Aufschwung erlebt. Immer häufiger suchen Patienten Hilfe beim Chiropraktor: Zahlreiche wissenschaftliche Studien beweisen ihre therapeutische Wirksamkeit, die Sicherheit der Behandlung und das günstige Kosten-Nutzen-Verhältnis.

In der Schweiz praktizieren etwa 280 Chiropraktoren. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Allgemein- und Spezialärzten sowie Krankenhäusern wird immer wichtiger und macht den Beruf noch interessanter. Der Chiropraktor arbeitet grundsätzlich, wie Ärzte und Zahnärzte, selbstständig, unabhängig, in eigener Verantwortung und damit ohne Überweisung einer anderen Medizinalperson. Die meisten Patienten konsultieren ihn auf eigene Initiative oder auf Empfehlung anderer und ehemaliger Patienten. Immer häufiger werden Patienten von ihrem Hausarzt oder einem Spezialarzt in interdisziplinärer Zusammenarbeit überwiesen.

Studieninhalt und -dauer
Der Inhalt des chiropraktischen Studiums deckt sich weitgehend mit den Fächern des Medizinstudiums, wobei das chiropraktische Fachstudium die pharmakologische und chirurgische Ausbildung zum Grossteil ersetzt.

Die Grundwissenschaften und Anatomie, Physiologie, Pathologie werden von entsprechenden Fachprofessoren oder Wissenschaftern unterrichtet, die klinischen Wissenschaften, Laboranalytik, Radiologie usw. von Chiropraktoren und Ärzten, die chiropraktische Therapie und Technik von Chiropraktoren. Die klinische Erfahrung wird in Polikliniken vermittelt, die den Universitäten angegliedert sind. Das Verhältnis Lehrkraft–Student entspricht dem der besten Universitäten.

Das Studium Chiropraktik dauert insgesamt sechs Jahre: drei Jahre bis zum Bachelor in Medicine (BMed) mit Schwerpunkt Chiropraktik und drei Jahre bis zum Master in Chiropractic Medicine (MChiroMed). Wer die Weiterbildung am Schweizerischen Chiropraktik-Institut absolviert und alle Prüfungen besteht, darf anschliessend selbstständig praktizieren. Doktorieren muss man dafür nicht – aber man darf.

Der Lehrstuhl übrigens wird grösstenteils von der privaten Stiftung für die Ausbildung von Chiropraktoren finanziert, einer Gründung von ChiroSuisse, der schweizerischen Chiropraktoren-Gesellschaft. Die Schweizer Chiropraktoren haben mit dieser Stiftung den Entscheidungsprozess, den Lehrstuhl zu schaffen, wesentlich abgekürzt.  

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